LIL Vorstudie

LIL Vorstudie

 
Lausitzer Bergbaufolgelandschaften | Deutschland

Machbarkeitsstudie

Projektlaufzeit: seit 2018/ 2019

Die Lausitzer Bergbaufolgelandschaften sind ein außergewöhnlich umfassendes Beispiel der Entwicklung von Rekultivierungsmaßnahmen im Kontext des Kohleabbaus im Laufe der Zeit und dokumentieren diesbezügliche politische und gesellschaftliche Paradigmenwechsel seit Ende des 19. Jahrhunderts. Sie liefern ein materielles Zeugnis zeitgeschichtlicher Ideale: Von Aufforstungen über Windparks bis hin zu Naherholungsgebieten bietet sich ein breites Spektrum verschiedener Umnutzungen, die in der Lausitz bis heute parallel zueinander bestehen. Während der den Kohleabbau betreffende Diskurs oftmals negativ behaftet ist, bietet der Fokus auf die diesbezüglichen Innovationen im Bereich von Rekultivierung und Wiederurbarmachung die Chance, nachhaltig eine positivere Selbst- und Fremdwahrnehmung der Region zu prägen.

Das IHM führte 2018 eine Vorstudie durch, um zu analysieren, ob für die Lausitzer Bergbaufolgelandschaften ein potentieller Herausragender Universeller Wert im Sinne der UNESCO festgestellt werden kann. Aufbauend auf den Ergebnissen der Vorstudie führt das IHM ab 2019 eine Machbarkeitsstudie durch, die die Fragestellungen der Vorstudie vertieft bearbeiten soll. In diesem Kontext findet unter anderem eine Attributkartierung sowie darauf basierend das Abstecken eines potentiellen Welterbegebietes statt. Im Rahmen der Ausarbeitung eines Tentativantrages werden zudem Politikberatung sowie Veranstaltungen zur Bürgerbeteiligung durchgeführt.

Das Projekt ist aktuell fortlaufend.

Date

04. Februar 2019

Tags

Studien, Tiling